Endgültige Einstellung d. Verfahrens gegen Sebastian Scho (Piratenpartei)

Ich erhielt heute Post von der Staatsanwaltschaft Oldenburg. Diese teilte mir mit, dass das Verfahren wegen Volksverhetzung nun aufgrund § 153 a StPO eingestellt wurde. Dies bedeutet, dass Scho die Auflage der Zahlung von 500,- € an eine gemeinnützige Einrichtung bis zum 01.05.2013 angenommen hat. Für mich persönlich stellt die Annahme der Zahlungsauflage ein klares Schuldeingeständnis von Scho dar.

Man muss nicht immer alles hinnehmen. Man kann sich wehren. Auch dieser Weg, den ich in diesem Fall gegangen bin, ist eine Möglichkeit. Und ab und zu funktioniert diese Möglichkeit sogar.

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Email von Ken Jebsen (Piratenpartei) an Henryk M. Broder

Erst gestern hatte ich auf meinem Blog einen offenen Brief von Ken Jebsen an die Bundeskanzlerin Angela Merkel veröffentlicht. Beinahe zeitgleich habe ich eine Email bekommen, die eine selbige von Ken Jebsen an Henryk M. Broder beinhaltet, die gehörigen Zündstoff hat:

“Sehr geehrter H&M Broder!

Nein, Nein, Nein und nochmal Nein.

So geht das nicht. Ich habe Ihnen explizit meine Hilfe im Bereich des digitalen Marketings angeboten. Und nun das. Ein weiterer Supergau von Ihrer Seite. Erst schreiben Sie an Intendantin Dagmar Reim vom RBB und beleidigen sie, da sie nicht bereit war, Arbeitsverträge, die der Verschwiegenheit obliegen, Ihnen offen zu legen und jetzt das. Sie dissen gleich die gesamte Polizei. Nur weil Ihnen Peter X einen freundschaftlichen Rat gegeben hatte. Nämlich sich in Ihrer Wortwahl ein wenig zurück zu nehmen, da meine Person sonst die Möglichkeit hätte, Sie, den Haus- & Hofhetzer der Springer-Stiefel-Presse wegen Verleumdung zu verklagen.

Ich darf offen sprechen. Sie können da ganz sicher sein, dass es dazu nicht kommen wird.

Auch bei Ihrem aktuellen Lieblings-Antisemiten, Jakob Augstein, warten Sie bisher auf so eine Anzeige vergeblich. Warum eigentlich? Nun weil es nicht fair wäre. Nicht fair gegen Sie. Sehen Sie es mal von unserer Warte aus. Gegen Sie anzutreten wäre in etwa so ruhmreich für die eigene Kariere, wie wenn Vitali Klitschko heute gegen den 60-jährigen Muhammad Ali boxen würde.

Jetzt sind Sie weder Klitschko noch Ali, sondern – um im Genre zu bleiben – ein schon optisch ziemlich schmuddelig wirkender Straßenschläger. Allein die Vorstellung, mit Ihnen in einem geschlossenen Raum sitzen zu müssen, erzeugt bei den meisten Menschen eine Form von Juckreiz. Sie, Herr H&M Broder, können das, was Sie da tun, ja gar nicht wirklich. Wer das sagt? Na sie selber. Zuletzt bei ihrer Laudatio für Friede S.:

„.. vor Ihnen steht ein Laudator, der seiner Aufgabe nicht gewachsen ist. Ich wusste immer, dass es eines Tages passieren würde. Seit ich schreibe, und das sind inzwischen mehr als 40 Jahre, habe ich nur geblufft. Ich habe so getan, als verstünde ich etwas von Dingen, über die ich schreibe. Als hätte ich eine Ahnung von Politik, Geschichte, Kultur, vom Wellen- und Korpuskelmodell des Lichts, vom tendenziellen Fall der Profitrate, von der Konvergenztheorie und dem Zusammenhang von Sein und Bewusstsein ..“

Herr Broder, ich kann Ihnen bei diesen Sätzen nicht widersprechen. Dennoch, Ihre – übersetzt gesprochen – Beinarbeit ist katastrophal. Zudem haben Sie reichlich Übergewicht und wenn man Sie auffordern würde, mal NICHT unter die Gürtellinie zu schlagen, müsste man Ihnen zuvor erklären, was das überhaupt ist. Die Gürtellinie. Im ganzen Satz. Sie würden in keinem Ring der Welt außer bei Welt.de auch nur zu einem Freundschaftskampf zugelassen.

Jetzt allerdings denke ich können wir Ihr Spiel ein wenig aufpeppen, indem wir etwas tun, das Sie nicht gewohnt sind. Wir machen aus einer von Ihnen kontrollieren Demontage einen für alle offenen Schlagabtausch.

Wen konkret greifen Sie eigentlich an? Mich? Augstein? Kauder? Reim? Natürlich nicht. Sie benutzen uns nur, um Ihrem eigentlichen Hobby nachzukommen. Sie sind ein bis aufs Mark durchdrungener Rassist und teilen die Menschheit in Herrenrasse und Untermensch ein. Untermenschen sind bei Ihnen pauschal Ausländer im Allgemeinen und Araber, Türken, Iraner, Albaner, Palästinenser, Kurden, Sinti, Roma, Zentralafrikaner etc im Speziellen. Sie hassen einfach alle Menschen, die nicht wie Sie sind. Ein weißer alter Mann, der zwischen Virginia und Köln pendelt und sich nach einer Zeit sehnt, da er noch für die St.Pauli Nachrichten nackte Frauen während der Arbeitszeit konsumieren durfte. Das Leben wird teuer. Vor allem im Alter.

Ich möchte Sie an dieser Stelle darauf hinweisen, dass allein in dieser Stadt, Berlin, über 25% der Bewohner über das verfügen, was man neudeutsch Migrationshintergrund nennt. All diese Menschen werden durch Ihren Medienmüll permanent beleidigt und in den Dreck gezogen. Da bisher keiner den Mumm hatte, Ihrem rassistischen Treiben, Ihren Hetzartikeln gegen ganze Bevölkerungsschichten Einhalt zu gebieten, möchte ich das hiermit tun. Das ist mein Dankeschön an ein Land, das mir, ebenfalls mit Migrationshintergrund ausgestattet, schon sehr früh beigebracht hat, zu was fehlende Zivilcourage führt, wenn man Schergen wie Sie einfach gewähren lässt.

Ich fordere hiermit alle Menschen, vor allem MIT, aber auch OHNE Migrationshintergrund auf, Sie und die, die Sie unterstützen, massiv und ab sofort zu boykottieren. Das wären z.B. ihre Nocharbeitgeber, die Zeitung Die Welt, aber eben auch die BILD.

NICHT MEHR KAUFEN!

Und wenn man Kiosk-Besitzer ist: NICHT MEHR VERKAUFEN!

Auch als Inhaber eines Cafes oder eines Imbiss´, einer Bäckerei oder eines Friseursalons, oder einer Tankstelle, kurz, Orte die man als Hotspots bezeichnet, sollte man diese beiden Blätter ab sofort aus dem Angebot nehmen. Wie lange? Bis man Sie, Herr Broder, auf die Strasse gesetzt hat, denn dort gehören Sie hin. Das, was Sie unter dem Deckmantel der Pressefreiheit auch in öffentlich-rechtlichen Sendern treiben, ist nichts anderes als das, was in den dreißiger Jahren in Deutschland schwer in Mode war. Sie sind ein Brandstifter, Schreibtischtäter und Menschenfeind.

Ich fordere hiermit alle Menschen auf, diese Sender zu boykottieren UND anzuschreiben.

Wieso müssen ausgerechnet die Menschen, die Sie, Herr Broder, privat vielleicht unter den Sammelbegriff Kamelficker abbuchen, wieso müssen diese Menschen auch noch mit der Zwangsabgabe GEZ-Gebühr dafür sorgen, dass man Ihnen einen Sendeplatz einräumt?

Ich fordere hiermit alle auf, Radio Eins http://www.radioeins.de/kontakt/index.html und dem HR http://www.hr-online.de/website/derhr/home/index.jsp?rubrik=1846 zu schreiben, damit dieser Irrsinn endlich ein Ende findet. Das was sie tun, Herr Broder, ist nicht lustig. Es ist listig und es zielt darauf, den sozialen Frieden in diesem Land zu stören.

Wenn dieser offene Brief gegen einen Rassisten, wie sie es sind, seinen vollen Punch entfaltet, wenn allen, die diesen Brief lesen, klar wird, dass es bei Ihnen primär darum geht, Moslems in den Staub zu treten und den Koran zu besudeln, dann denke ich, könnte es für Sie schwer werden, einfach so zur Tagesordnung überzugehen, sprich einfach weiter zu hetzen.

Sehr geehrter Herr H&M Breivik, sie sind dabei, eine rote Linie zu übertreten. Dieses Spiel könnte ungewohnt für Sie sein, das es leicht komplett aus dem Ruder läuft. Als ihr unentgeltlicher Berater in Fragen des digitalen Marketings rate ich Ihnen, denken Sie darüber nach, ob Sie die Erfindung des Internets und das, was man soziale Netzwerke nennt, nicht völlig falsch einschätzen. Soziale Netzwerke reagieren mitunter wie ein Hurrikan, wenn asoziale Typen wie Sie versuchen um jeden Preis Stress zu machen.

Wie dieses Experiment ausgeht? Lassen wir es darauf ankommen. Die Zeit ist reif, dass Leuten wie ihnen die Möglichkeit entzogen wird, ihren ganz persönlichen Hass zu verbreiten, ohne dass die, die es betrifft, sich dagegen wehren können.

Mit wem legen Sie sich an? Mit der Community. Wir sind viele. Sehr viele und wir haben Typen Sie satt.”

Nicht nur der gewohnte Sprachschatz von Jebsen erschreckt hier ein weiteres Mal, sondern auch die unverhohlene Drohung in seinem Schlusssatz.

Wer noch einen weiteren eindeutigen Brief von Jebsen an Broder lesen will, der klicke bitte hier!

 

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"Bronsteins Erben" Podcast Folge 3: Rassismus und Diskriminierung

In der dritten Folge der Podcast-Reihe “Bronsteins Erben” spreche ich mit dem Mitglied des Abgeordnetenhauses Berlin, Fabio Reinhardt, über Diskriminierung, Rassismus, Polizeigewalt und Asylpolitik. Er sitzt für die Piratenpartei Deutschland im Abgeordnetenhaus und ist dort unter anderem integrationspolitischer Sprecher seiner Fraktion. Eine Übersicht über alle bisherigen Podcast-Folgen ist hier zu finden. Den Podcast selbst kann man über diesen FEED abonnieren.

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Datei: .mp3, 57,02 MB

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Von der Piratenpartei zu ProKöln

Oliver Wesemann, ehemaliger Pressesprecher des Kreisverbands Köln der Piratenpartei und dort nach eigener Auskunft auch Mitglied im Bundespresseteam, hat heute seinen Beitritt zu der rechtsextremen Gruppierung ProKöln bekannt gegeben. Wesemann will er aber erstmal weiterhin Pirat bleiben. Die Satzung der Piratenpartei erlaubt derzeit Doppelmitgliedschaften.

Interessant ist ebenfalls die Behauptung von Wesemann selbst, dass sein Kontakt durch die Vermittlung der ehemaligen Schatzmeisterin des Kreisverbands Köln, Lisa Gerlach, zustande gekommen sei. Gerlach dementierte seine Aussage umgehend und gab über Twitter an, ihm lediglich zum Austritt aus der Piratenpartei und zum Eintritt bei ProKöln geraten zu haben. Auch dementiert die Piratenpartei die Zugehörigkeit von Wesemann zum Bundespresseteam. Nachzuhören- und zusehen ist dies alles in seinem heute von ihm online gestellten Youtube-Video, in dem er seinen Beitritt und die “missverstandene Politik” von ProKöln zu erklären versucht:

Hier noch die Pressemitteilung des Kreisverbands Köln der Piratenpartei.

Quellen:

 

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Otla Pinnow–Der Schrecken der Staatsanwälte

Wer wirklich dachte, dass sich Otla aus dem Kreisverband Köln der Piratenpartei zurückzieht, hat vermutlich was am Kopf. Die Antisemitin Pinnow, die wild um sich schlagend alleine für eine vollbezahlte Stelle in der Staatsanwaltschaft Köln verantwortlich sein könnte, will jetzt Jungle World verklagen:

Für unser Pressearchiv

Die Journalistin Elke Wittich hat heute einen Artikel für Jungle World veröffentlicht, in dem ihre antisemitischen Äußerungen ein erneutes Mal klar und deutlich benannt werden.

Das passt Pinnow freilich gar nicht, die ja für konsequente Meinungsäußerung eintritt und der dabei “die Juden an sich” so ein Dorn im Auge sind, dass sie keine Gelegenheit auslässt zu betonen, dass “Gaza ein Konzentrationslager” ist. Oh weh, ich wüsste zu gern, ob Greta Berlin und Pinnow sich kennen.

Einen Star lernt Pinnow aber immer intensiver kennen und zwar die Streisand. Was sie versucht durch Strafanzeigen wegen angeblicher Verleumdung und Rufschädigung an eben jenem wieder herzustellen, wird breit gestreut und sie wird über die Grenzen Kölns hinaus berühmt. Ich jedenfalls freue mich, über jede Anzeige von ihr, über die ich schreiben kann. Die Staatsanwaltschaft wird aber irgendwann wohl die Faxen dicke haben.


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Die Piratenpartei–Lippenbekenntnisse mit Folgen

Gestern war die Sternstunde des Kreisverbands Köln der Piratenpartei. Auf der seit Wochen anberaumten Mitgliederversammlung  der Domstadt wurde eine Antisemitin offiziell in deren Reihen Willkommen geheißen. Am Schluss fehlte zwar der Blumenstrauß, aber der Leser möchte sich diesen einfach dazu denken. Ich freue mich immer, dass es Parteien gibt, die gegenüber Andersdenkenden aufgeschlossen und entgegenkommend sind, die nicht nur in der eigenen politischen Meinungsstarre verharren, wie das Kaninchen im Scheinwerferlicht und die dafür auch schon mal Grundsatzbeschlüsse von Bundesparteitagen großzügig übersehen. Es zählt ja schließlich auch der Einzelne und der gute Wille.

Aber von Anfang an. Im KV Köln der Piratenpartei treibt schon seit Monaten eine Dame ihr Unwesen, die gerne den Gaza-Streifen mit einem Konzentrationslager gleichsetzt, die sich antisemitisch angehauchten Ausdrucksweisen, wie zum Beispiel “die Juden an sich”, bedient und die Regierung Israels auch mal als rechtsradikal bezeichnet. Kann man machen, muss man aber nicht. Die paar wenigen, die das wirklich gestört hat, riefen dann die gestrige Versammlung ein. Eigentlich war es deren Absicht, besagtes Mitglied für ein halbes Jahr von allen Möglichkeiten der Mitarbeit auszuschließen und ein Parteiausschlussverfahren einzuleiten. Gute Idee. Doch die Rechnung wurde ohne den KV Köln gemacht.

Drei Anträge (X002, X008 und X009) wurden vorbereitet. X002 sollte u. a. folgendes zum Ausdruck bringen:

“Durch den Vergleich des Gaza-Streifens mit Vernichtungslagern des dritten Reiches wird der Holocaust relativiert und die Gefühle der Opfer und ihrer Nachkommen verletzt. Ein Beharren auf diesem Vergleich stellt eine fortgesetzte Beleidigung von Mitmenschen dar, die wir nicht tolerieren. Dadurch wird auch eine eventuell unbeabsichtigte zu einer vorsätzlichen Verletzung.

Piratinnen und Piraten, die solche Vergleiche fortgesetzt äußern, stellen sich in unserem Kreisverband ins Abseits. Sie stören die Ordnung und verstoßen massiv gegen unsere Grundsätze und Positionen.”

Dieser Antrag wurde angenommen. Mit 11 Gegenstimmen… Aber danach wurde es bizarr. Der nächste zum Thema passende Antrag mit Nummer X008, explizit auf das strittige Mitglied des Kreisverbands bezogen, wurde deutlich:

Der Kreisparteitag möge beschließen:

Otla Pinnow hat sich durch ihren Vergleich des Gaza-Streifens mit einem Konzentrationslager außerhalb des Konsens unserer Partei und unseres Kreisverbandes gestellt. Durch das Festhalten an diesem Vergleich wird der Holocaust relativiert und die Gefühle der Opfer und ihrer Nachkommen fortgesetzt verletzt. Dadurch wird auch eine eventuell unbeabsichtigte zu einer vorsätzlichen Verletzung. Dies können wir nicht tolerieren.

Der Kreisparteitag ist der Auffassung, dass die Ordnung der Piratenpartei gestört wurde, sowie in schwerem Ausmaß gegen unsere Grundsätze und Positionen verstoßen wurde.

Der Kreisparteitag fordert den Kreisvorstand auf, ein Parteiausschlussverfahren gegen Otla Pinnow bei den zuständigen innerparteilichen Stellen zu beantragen.”

Folgt man nun den Gesetzen der Logik, so ist es einfaches daraus die Schlussfolgerung zu ziehen, dass natürlich auch dieser Antrag angenommen wurde. Aber so einfach ist das nicht. Piraten folgen oft nicht logischen Handlungssträngen. Vor allem nicht, was Sexismus, Rassismus und Antisemitismus angeht. Kurzum: dieser Antrag wurde abgelehnt. X009, der ein Hausverbot gegen Otla Pinnow (wir wissen ja jetzt alle, wer gemeint ist) erwirken sollte, wurde von den Stellern zurück gezogen, da nicht mehr mit einer Annahme zu rechnen war.

Führen wir uns das noch einmal vor Augen. Der Kreisverband beschließt, dass es nicht statthaft ist, Gaza als Konzentrationslager zu bezeichnen und damit unweigerlich einen Vergleich mit der NS-Zeit herbei zu führen und die Verbrechen der Nazis zu relativieren, lehnt aber dann die Beantragung eines Parteiausschlussverfahrens gegen Pinnow ab, die genau das gemacht hatte. WOW.

In klaren Worten bedeutet das: Liebe Antisemiten, wir lehnen Eure Haltung ab, aber willkommen seid ihr trotzdem!

Da fragt man sich natürlich, was der Beschluss des Bundesparteitages für eine Aussagekraft hat, mit dem sich “die Partei” von jeglichen rassistischen und antisemitischen Haltungen frei sagte. Richtig. Gar keine. Es ist und bleibt ein Lippenbekenntnis. Wie so oft.


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Die Piratenpartei und das Problem mit der Bandbreite

Die “Internet”-Partei, das ist die, die es bei Ihren eigenen Parteitagen kaum selber gebacken bekommt, ein funktionierendes WLAN-Netz zu bauen, der aber Bandbreite sehr wichtig ist. Und zwar nicht “nur” Bandbreite sondern auch “Die Bandbreite”.

Bei letzterem handelt es sich um eine Band, Stilrichtung sagen wir mal Deutsch-Rap, die schon in der Vergangenheit durch äußerst schräge Thesen und Verschwörungstheorien, in denen die unter anderem die Existenz von AIDS leugnen, die Planung und Ausführung der Terrorangriffe auf das World Trade Center 2001 der US-Regierung in die Schuhe schieben oder sich auch schon mall auf Kongressen präsentieren, an denen Holocaust-Leugner teilnehmen. Unnötig zu sagen, dass die Flanke der Band nach rechts ziemlich weit offen ist.

Was hat jetzt die Piratenpartei damit zu tun? DIE Piratenpartei hat gestern auf ihrer offiziellen Facebook-Seite folgenden Eintrag gepostet:

Bandbreite

Der Song “Spieglein, Spieglein” von Bandbreite bezeichnet die Wochenzeitschrift “DER SPIEGEL” als Boulevardzeitung und bezichtigt ihn der absichtlichen Desinformation der Öffentlichkeit. Wieder diese Verschwörungstheorie einer “Systempresse”, die die Geschicke der Welt lenkt. Der Admin, der das gepostet hat, ist im Internet unter dem Twitter-Nick @Boomel zu finden, im Real Life heißt er Benedikt Schmidt, und verseht den ganzen Rummel überhaupt nicht. Mit dem Post wollte er ja voraussichtlich auch “nur” seinen eigenen Bundesvorstand in die Nähe einer konspirativen Schattenregierung rücken und ausdrücken, dass man lieber die Protokolle selbst Wort für Wort lesen müsse. Paranoid? Es wird noch besser.

An anderer Stelle im selben Thread wurde ein Video gepostet, das nähere Informationen geben soll zur “Legende von Aids”. Von zum Glück vielen anderen Piratenpartei-Mitgliedern darauf angesprochen und aufgefordert, sein als Admin vorhandenes Recht auf Löschung oder Editierung von Beiträgen, und diesen als besondere, wahrzunehmen, reagierte er brüsk:

bandbreite1

Das ist schon harter Tobak. Solange also Videos oder Bilder, die gepostet werden, kein Hakenkreuz oder sonst explizit verbotene Zeichen oder Symbole enthalten, wird nichts gelöscht. Das, so Schmidt, sei Zensur. Weia. Wir müssen nicht alles tolerieren, das gegen Menschenwürde und Logik verstößt, das Hetze verbreitet und menschenverachtend ist, nur weil die Justiz geschlampt hat! So etwas gehört ganz sicher nicht auf die Facebook-Seite einer Partei. Der in der Partei nicht unbekannte Pirat Ali Utlu, der selbst zwei Partner an die furchtbare Krankheit AIDS verloren hat, spricht den Admin direkt darauf an und fordert ihn auf, das Video sofort zu löschen. Schmidt, der immer noch nicht weiß, wie ihm geschieht, regiert natürlich auch. Er dreht den Spieß einfach mal um:

bandbreite2

Was sagt man dazu? Dass Merkbefreitheit, vor allem was Verschwörungstheorien, Esoterik und Astro-Fieber und auch rechtes und antisemitisches Gedankengut in der Piratenpartei auf offene Arme stoßen, ist ja hinlänglich bekannt. Mittlerweile kann aber ein einzelner Admin ganz in Ruhe seine Privatmeinung über die offiziellen Accounts der Partei raus posaunen. Und das nicht zum ersten Mal. Mittlerweile wurde der Thread gelöscht. Aber das Netz vergisst nun mal nichts . Und so was gleich schon gar nicht. Das Bild der Piratenpartei in der Öffentlichkeit verblasst.

Was übrigens zusätzlich sehr interessant ist: mittlerweile gibt es im Abstimmungs-Tool der Piratenpartei “Liquid Feedback” eine von Schmidt eingebrachte Initiative, dass keinerlei Zensur auf den sozialen Auftritten der Partei im Internet ausgeübt werden dürfe, bei jeglichen Dingen, die nicht gesetzlich verboten sind. D. h. Verschwörungstheorien, Antisemitismus und sonstige rechtlich fragwürden Darstellungen und Aussagen, sind Tür und Tor geöffnet. Prominentester Unterstützer dieser Initiative ist übrigens der Politische Geschäftsführer der Piratenpartei des Bundes, Johannes Ponader:

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Weitere sehr aufschlussreiche Links über Die Bandbreite:

Anzeige gegen TorsunReflexion-Blog “Die Bandbreite”Antifaschismus2 “Die Bandbreite – Eine ausführliche Kritik”Psiram “Die Bandbreite”

 

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Neues vom NetReaper

Wie ja den meisten mittlerweile bekannt sein dürfte, habe ich Sebastian Scho, aka @NetReaper auf Twitter, am 14.11.2012 aufgrund des Verdachts der Volksverhetzung angezeigt. Scho, der in den letzten Jahren nicht nur einmal durch, sagen wir vorsichtig “entsprechende Aussagen” aufgefallen ist, reagierte damals noch belustigt. Dies dürfte sich aber mittlerweile wohl geändert haben.

Oder wie sonst ist es zu erklären, dass sich Scho nun plötzlich gegen Antisemitismus “engagiert”? Hinzu kommt, dass er kürzlich über seinen Blog mitteilen ließ, dass er seine Tweets auf Twitter nun über den Dienst “Tweetdelete”  automatisiert löschen lässt. Will sich hier jemand noch kurz auf knapp einen möglichst guten Leumund verschaffen? Die zuständige Polizeidienststelle Cloppenburg/Vechta hat mir bereits mitgeteilt, dass der bearbeitende Staatsanwalt den Anfangsverdacht der Volksverhetzung gegeben sieht und deshalb Ermittlungen angeordnet hat.

Schlussfolgerungen überlasse ich zwar anderen, aber wie heißt es so schön: Ein Schelm, wer Böses dabei denkt.


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Anonyme Anrufe

Otla Pinnow hat sich auf der Mailingliste des Kreisverbands Köln mal wieder selbst übertroffen. Wer möchte, kann ihre hanebüchenen “Künststücke” hier nachlesen. Da sich Frau Pinnow ja in ihrer allgegenwärtigen Omnipotenz für unfehlbar hält, hielt ich heute wieder kräftig gegen ihren latenten und zum Teil auch völlig offenen Antisemitismus. Um es knapp zu sagen, ich selbst halte Frau Pinnow für überflüssig und habe auch kein Problem damit, ihr das zu sagen. Aus Antisemitismus entsteht ausschließlich Hass und daran wird auch sie nichts ändern. Aber ein paar ihrer literarischen Auswüchse möchte ich den Lesern auch heute nicht enthalten. Wie weit ihr unfehlbarer Wissensstand geht, sehen wir daran, dass sie die MAVI MARMARA als “Hilfsschiff” bezeichnet. Zur Info: von diesem Schiff aus wurde kurz vor dem Eindringen in die israelischen (Gaza)-Gewässer der Satz: “Geht zurück nach Ausschwitz!” an die israelische Marine gefunkt. Schon ein tolles Hilfsschiff. Nicht. Der Screenshot hierzu kommt später, wir bereiten das gerade alles richtig auf. Auch um es inforamtionell und pressebezogen richtig zu verteilen.

Achja, einen ganz ganz bösen Anruf bekam ich heute auch noch. Ich gehe bei Anrufen mit unterdrückter Nummer beim ersten Mal Klingeln prinzipiell nie dran, damit ich die Tondatei extrahieren kann, sollte der Anrufer wirklich auf die Mailbox sprechen. In diesem Fall hat er es getan und mit seiner Meinung auch nicht hinter dem Berg gehalten. Wirklich interessant ist der letzte Teil des Anrufs mit der Drohung, man würde gegen mich was unternehmen, sollte ich nicht mit meinem Engagement aufhören. Wohlgemerkt, Frau Pinnow bekommt von “hochrangigen”  Mitgliedern des Kreisverbands Köln der Piratenpartei Unterstützung und Rückendeckung.

Hier ist nun das gute Stück:



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"Das wird man ja wohl noch sagen dürfen!"

rebloggt von Gormulus:

Dieser Artikel folgt auf einen betont sachlich gehaltenen Beitrag über die Diskussionsunkultur beim Thema israelisch-palästinensischer Konflikt.

Der @tarzun würde sagen, dass wir mal wieder reden müssen. Müssen wir auch. Was haben wir damals über das antisemitische Flugblatt der Duisburger Linken gerantet, wisst ihr noch? Das Flugblatt, auf dem ein mit einem Hakenkreuz verschlungener Davidstern prangte? Ganz beschissenes Propagandablättchen mit nachgelagertem Riesenbohei.

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